RüKids: Rüdiger hat ne Idee

Rüdiger macht euch nen Vorschlag. Habt ihr Lust auch bald eure eigene Marionette zu spielen? Macht mit!

Selina und Severin beginnen das Jahr für die RüKids vorerst mit einem Online-Angebot, damit die gemeinsame Arbeit der Gruppe, auch im Lockdown, munter weitergehen kann. Das Angebot dient dazu, das Spiel mit den eigenen Digitalen Marionetten weiter zu erproben und im Prozess zu bleiben. In wöchentlichen Aufgaben, die ohne großartige Technik Zuhause erledigt werden können, arbeiten wir gemeinsam an der Geschichte für den Realtime Animationsfilm, den wir im Sommer in der RüBühne vor Publikum zeigen wollen. Vorraussichtlicher Premierentermin is der 25.6.!

Infos: digitalkids@doghouse.theater

Die Geister 1/0: visualPerformance #2

Performance: Sebastian Welta
Konzept/Digitals: Severin Roth

Auf dem Weg zu unserer hybriden Performance irgendwann im Sommer2021, entstehen Miniaturen im Arbeitsprozess, der zum Ziel hat das Digitale schöpferisch den Screens zu entreißen, statt das Unvermittelbare des Theaters der Digitalität zu opfern. Theater passiert zwischen Menschen in Raum und Gleichzeitigkeit. Das Knistern lässt durch Glas sich niemals spüren. #streamingkills

Der Lebendige Performer ist Subjekt und Objekt, droht mit dem Digitalen zu verschmelzen, spielt und wird animiert. Ein Geist zwischen 1 und 0. #digitalobjecttheater

Die Geister 1/0: visualPerformance #1

Performance: Rosalie Linneweber
Konzept/Digitals: Severin Roth
Sound: hirschie.music

Auf dem Weg zu unserer hybriden Performance irgendwann im Sommer2021, entstehen Miniaturen im Arbeitsprozess, der zum Ziel hat das Digitale schöpferisch den Screens zu entreißen, statt das Unvermittelbare des Theaters der Digitalität zu opfern. Theater passiert zwischen Menschen in Raum und Gleichzeitigkeit. Das Knistern lässt durch Glas sich niemals spüren. #streamingkills

Der Lebendige Performer ist Subjekt und Objekt, droht mit dem Digitalen zu verschmelzen, spielt und wird animiert. Ein Geist zwischen 1 und 0. #digitalobjecttheater

Miniatur zum Knistern zwischen dir und mir

Der krampfhafte Versuch, das Digitale als neuen Lebensraum zu erschließen und als Alternative zur intimen Körperlichkeit in Raum und Unmittelbarkeit zu verkaufen, entzieht als erstes dem Theater den letzten Rest von performativer Funktion, die auch schon davor nur noch schwer wahrzunehmen war. Theater die einerseits ihre Subventionierung kaum rechtfertigen konnten, als durch das verkrampfte Nachplappern der Mehrheitsmeinung in Form von Postings und Bannern, die auf die Hallen der Toten Literaten gepinnt wurden, in welchen selbst der Widerspruch inszeniert werden musste, um über die Geister der Performativen Reflexion hinwegzutäuschen, die ohnehin nur noch von den Leblosen Abo-Gästen gesehen wurden und Protestlieder sangen, deren Ursprung schon lange nicht mehr im Jetzt lagen und ungehört vom entfremdeten Rest der Gesellschaft teuer bezahlt wurden. Doppelt betrogen ist also jener, dem auf dem Weg in die entzauberte Trostlosigkeit des Kapitals, der Göttliche Funken verlustig gegangen ist. Einerseits nimmt das Theater ihm seine performative Verhandlung über das erfahrbare Menschsein in Lust und Ästhetik und schließt diese ein in hermetische Leichenhallen, zu denen nur noch ideologisch gleichgesinnte Eliten Zugang haben, welche dann andererseits eben vom Entzauberten Klassenfeind bezahlt werden, dem obendrein der Zauber des Performativen als Sinnentlerte, Funktionslose Hochkultur, als Unverständliches vorgehalten wird, als das Erbe der Dichter, die von heute besser schweigen, wenn sie zur Berührung der Betrogenen nicht im Stande sind. In der Konsequenz beklagen die großen Häuser sich selbstredend nicht, denn der Staat garantiert seinen nekrophilen Fetisch am sinnentleerten Theater und wird sicher bewahren, was man Dionysos herausoperiert hat. Zurück bleibt eine Gesellschaft, in die Gottes Tod eine heilsame Leere geschlagen hat, in die nichts schöpferisches Einkehr gefunden hat, was im performativen Miteinander, die Betrogenen hätte bewahren können vor einer Welt, in der Selbst die Kunst ihres magischem beraubt wurde, die geordnet wird durch bloßes Verwalten vom Besonderen, dessen Trügerisches aus Individuen Subjekte macht, die sich nur noch durch Glases Kälte erahnen.

… to be continued.

doghouse.theater weg vom fenster?!?

Zu früh gefreut! Die netten und sehr kultivierten Vermieter mit einem großen Herz für Theatermacher dieser Tage, hatten am Tag des Einzugs dann doch Bedenken. Somit ist die Lösung in der Essener Innenstadt dahin.

Wir haben einen Antrag für unser schaufenster.theater gestellt. Wir erwarten Mitte Januar eine Rückmeldung. Wir arbeiten in der Prärie und Rü-Bühne.

Wir beantragen die Anerkennung als freier Träger der Jugendbildung.

doghouse.theater bleibt optimistisch.

doghouse.theater am Fenster

Was unter den derzeitigen Bedingungen das Stattfinden von performativen und interdisziplinären Veranstaltungen unmöglich macht ist, dass Künstler und Zuschauer nicht im selben Raum zusammenkommen können. Intimität und Wechselwirkung von Zuschauer und Performer kann nicht wie bisher hergestellt werden, ist aber nach wie vor essentiell für die performativen Künste aller Disziplinen. Die technische Unmöglichkeit des bloßen Übertragens dieser Eigenart des Performativen in den sicheren digitalen Raum, zwingt zu weitergedachten Lösungsansätzen, die das Besondere erhalten und nicht opfern. So kamen wir auf die Idee des performativen Schaufensters, mitten in den Räumen, die auch derzeit noch das Präsentieren und Interagieren möglich machen:

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