doghouse.theater: in der digitalWerkstatt

bild&hologram: digitaleSpieluhr „Aneschka“ by selina-naomiKoenen

Wir experimentieren mit und erforschen digitale Theaterformen. Der Versuch digitale und analoge Performance miteinander zu verschmelzen ist dabei Gegenstand unserer Arbeit. Dabei beschäftigen wir uns mit Greenscreenformaten, Digitalen Masken und Echtzeitanimationen, die sowohl physisch im Raum erfahrbar sind und gleichzeitig als Variante gestreamt werden können. Das Theater behält seinen Reiz als Kunstform des analogen Miteinanders unter Menschen und erweitert seinen Wirkungsbereich ins Internet, ohne das Eine gegen das Andere auszuspielen. So versuchen wir zwei Welten zu erobern, die ohne einander wohl nicht sein können, allerdings jeweils ihren eignen Zauber besitzen, den das je Andere nicht ersetzen kann. Hybridisierung statt bloßes Überstülpen, in der Hoffnung ein zukunftsfähiges Theater zu entwickeln, das zwischen den Räumen wandelt, Korridore schafft durch die unendliche ästhetische Möglichkeiten fließen und die Menschen dort erreicht wo sie eben sind, sein wollen oder dieser Tage sein müssen.

Severin Roth, Theaterpädagoge (BuT) und Student der Theaterwissenschaften, arbeitet nicht nur frei in den Disziplinen Text/Stimme/Sound, Video und Performance, sondern erforscht mit Kindern ab 10 Jahren das Digitale Puppenspiel, sowie mit Erwachsenen das Spiel mit Digitalen Lichtmasken. Derzeit unterstützt ihn dabei Selina-Naomi Koenen (Psychologiestudentin) mit ihren Fähigkeiten als Video- und Digital-Objekt Gestalterin. Zusammen stehen sie erst am Anfang ihrer Auseinandersetzung auf diesem Gebiet, konnten aber schon in der Sommerwerkstatt2020 erste Ergebnisse präsentieren.

Aus privaten Mitteln und glücklichen Förderungen konnten für die DigitaleTheaterWerkstatt notwendige Hardware und Programme angeschafft werden, sodass bis auf Kleinigkeiten nichts mehr fehlt, um Bild, Ton und Bewegung digital zu gestalten und auszugeben. Ob auf der Studiobühne der RüBühne oder online auf dem doghouse.theater/stream. Bis zum High-End-Profi Niveau fehlt aber noch ein kleines Stück. Für die derzeitige Arbeit reicht es allerdings allemal aus, um spannende Performances zwischen digitalem und analogem Raum zu erarbeiten.

In naher Zukunft könnte es Arbeitsgruppen für Musiker, Performer, Visuelle Künstler und Programmierer geben, die gemeinsam ihre Auseinandersetzung mit digitaler und analoger Kunst fusionieren möchten. Diese sollen in regelmäßigen Werkschauen dem Publikum die Ergebnisse präsentieren, bis ein abendfüllendes Format entwickelt worden ist. Doch bis dahin wird noch etwas Zeit vergehen. Allerdings nicht ungenutzt. Derzeit können Kinder ab 10 Jahren in der Herbstwerkstatt Hologramme bauen und selbst visuelle Inhalte für diese erarbeiten. Ein offenes Angebot zwischen Medientechnik und Kindertheater, welches vom Kulturrucksack Essen gefördert wird. Bis zum 17.10.2020 täglich zwischen 14:00 und 17:00 Uhr. Kostenlos und ohne Verpflichtung – ganz nach Tageslaune der Kinder.

Bald mehr aus der Performativen Werkstatt für Hybrides!

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