Update: Digital Object Theatre

Während ich vorm Sommer noch davon ausging, dass Realtime Animation vermutlich nur mit Blender und oder Animata für uns zu realisieren sei, stießen wir kurz vor Beginn der Sommerwerkstatt auf die Unreal-Engine, für die Apple ein Plugin bereitgestellt hat. Mit diesem und einem Iphone (OS muss entsprechend aktuell sein), lässt sich in Echtzeit eine vorher geriggte Figur animieren. Abgesehen vom riggen, geht dies recht unproblematisch und schnell. Der Output lässt sich capturen, sodass sich mit einem Beamer durchaus mit digitalen Puppen spielen lässt. In wieweit sich die Software für ganze Stücke nutzen lässt, und welches der unzähligen Plugins für andere Kameras zur Steuerung am besten nutzen lässt, werde ich in den nächsten Monaten ausfuchsen – aus der Perspektive eines Theaterpädagogen. Meine Rü-Kids sind schon ganz heiß drauf …

Digitale Masken

Auch in Sachen Digitale Masken sind wir weitergekommen. Allerdings haben wir kurzzeitig den Pfad der AR-Filter verlassen, da sich für Performatives eine dringendere Lösung aufgetan hat. Im Tanz und der Interaktiven-Installation kennt man es bereits und auch in der Fashion-Welt wird diese Technologie eingesetzt: Dynamic Projection Mapping.

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Sommerwerkstatt: Kurz zusammengefasst

Sommerwerkstatt2020: Digital Object Theatre

Die sechs Sommerwochen sind vorüber. Wir haben interessante Erfahrungen gemacht und unsere Technik an den Rand des Berstens getrieben. Manches läuft, anderes zickt noch rum – insgesamt können wir aber festhalten, dass wir in den kommenden Monaten noch einiges ausprobieren können und ziemlich sicher in der 1. Spielzeit 2021 ein abendfüllendes Programm auf die Beine stellen können! Versprochen!

In den folgenden zwei Absätzen fasse ich die beiden Werkstattformate kurz zusammen. Dabei schließe ich mit Problembenennung und Ausblick.

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Sommerwerkstatt: Digitales Objekt-Theater

Seit Montag dem 6.7. bis zum 10.8. arbeiten wir in der erstmaligen Sommerwerkstatt der Rü-Bühne an Digitalem Objekttheater. Eingeführt haben wir das Thema mit Greenscreen-Experimenten. In den nächsten Wochen kommen weitere Elemente, wie digitale Masken und Realtime-Anmiation dazu. Es bleibt spannend! Wer noch mitmachen will, kommt einfach Montags ab 15 Uhr zur Rü-Bühne in Essen Rüttenscheid (Girardethaus). Teilnahme ab 9 Jahren, Spendenbasis. Anmeldung kurse[at]ruebuehne.de oder 0176-63158682

Projekt gefördert durch den Kulturrucksack

Vortrag: Digital Puppetry / Digital Mask

Anmerkung: Auch wenn ich zur besseren Lesbarkeit und aus Stilfragen heraus nicht konsequent „gender“, spreche ich selbstredend alle Geschlechter dieser Welt im gleichen Maße wertschätzend und respektvoll an. Den Vortrag hielt ich im Seminar zu Animismus und Animation bei Mareike Gaubitz an der Ruhr Universität Bochum SS2020.

Einleitung

Vorab: Es wären vor allem Disney und Jim Henson zu nennen, die auf dem Gebiet der Digital Puppetry Pionierarbeit geleistet haben. Plus eine handvoll Künstler, die schon in den 80er Jahren erste Experimente durchgeführt haben. Ich gebe hier allerdings keinen historischen Abriss, erst recht keinen vollständigen, sondern möchte auf eine mir neu und interessant erscheinende Qualität aufmerksam machen, die noch nicht konsequent den Weg ins Theater gefunden hat. Sicher nicht Öffentlichkeitswirksam, wobei ich nicht ausschließen will, dass irgendwo ein paar Nerds viel weiter mit der Technologie gekommen sind, als ich es hier erfasse.

Bei der Beschäftigung mit dem Text zur Metamorphose von Animation (Animation im/als Wandel von Julia Eckel, Erwin Feyersinger und Meike Uhrig), sind mir Elemente aufgefallen, die mich zur Beitragsidee und Konzipierung eines Mini-Kindertheaterprojektes inspiriert haben. Der Text richtet den Blick auf Animationsverfahren, die, anders als durch Schnitt oder Übertragen von analogen, physischen Bewegungsabläufen, eine Belebung von virtuellen Objekten bewirken. Entscheiden war hier das Liquidieren von Bildinformationen, die im weiteren Prozess zu neuen Bildinformationen führen, dessen Übergang von Zustand A zu Zustand B sichtbar ist. Also eine Variante der Animation, die nicht auf Editing oder „Daumenkinoprinzip“ zurückzuführen sind, sondern als Morphing bezeichnet werden können.

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